Seminar Familien- und Ortsforschung Stolper Lande

Möglichst einmal pro Jahr (seit 1995) lädt der Arbeitskreis Heimat- und Familienforschung Stolper Lande zu einem Seminar ein, in dem der Austausch von Informationen und Erfahrungen, die Auswertung alter pommerscher Dokumente, die Nutzung deutscher und polnischer Archive ebenso wie die von Computer und Internet im Mittelpunkt stehen.

Allgemein wird dieses Seminar auch als Forschertreffen bezeichnet.

2016: 23. bis 25. September 2016 in Kassel

2016: 23. bis 25. September 2016

Das 21. Forschertreffen findet vom 23. bis 25. September 2016 wieder im Trainingszentrum der Deutschen Bahn in Kassel statt.

Adresse: Bosestr. 3, 34121 Kassel (Lage und Anfahrt siehe Karte weiter unten)

Internet: Trainingszentrum der DB

Anmeldung zum Forschertreffen 2016

Ich/wir möchte/n an dem Seminar "Familien- und Ortsforschung Stolper Lande" vom 23. bis 25. September 2016 in Kassel teilnehmen.

In allen Preisen enthalten ist das Seminar sowie ein Konferenzservice Vormittags (Samstag u. Sonntag) und Nachmittags (Samstag) mit Kaffee, Tee, Wasser, Softdrinks und Gebäck. Die Unterbringungen sind inkl. Frühstück und Abendessen.

 

Die Teilnahmegebühr überweise ich bis zum 01.09.2016 auf das

Konto IBAN DE10 2856 2297 0237 5206 01

bei der Raiffeisen-Volksbank Aurich.

Empfänger: Fam-Ortsforsch StolperLande

Verwendungszweck: Kassel 2016

Formular zur Anmeldung











 

mit Unterbringung oder nur Tagesgast



 

Bei Unterbringung Einzel- oder Doppelzimmer ist das Frühstück, das Abendessen und die jeweilige(n) Tagungspauschale(n) enthalten.

Bei Tagesgast (ohne Übernachtung) ist/sind die Tagungspauschale(n) enthalten.

 

Vegetarier:

 

Die Teilnahmegebühr bitte bis zum 01.09.2016 auf das Konto IBAN DE10 2856 2297 0237 5206 01 bei der Raiffeisen-Volksbank Aurich überweisen.
Empfänger: Fam-Ortsforsch StolperLande, Verwendungszweck: Kassel 2016

Bitte rechnen Sie 2 plus 9.

Sie bekommen automatisch eine Mail an Ihre angegebene Mail-Adresse, die alle Ihre Anmeldedaten enthält.
Falls Sie diese Bestätigungs-Mail nicht erhalten, kontaktieren Sie bitte mario.topel@stolp.de.

2015: 25. bis 27. September 2015 in Kassel

2015: 25. bis 27. September 2015

Das 20. Forschertreffen findet vom 25. bis 27. September 2015 wieder im Trainingszentrum der Deutschen Bahn in Kassel statt.

Adresse: Bosestr. 3, 34121 Kassel (Lage und Anfahrt siehe Karte weiter unten)

Internet: Trainingszentrum der DB

 

Wir haben nun (13.09.2015) die Anmeldeseite geschlossen.

Wer noch kurzfristig teilnehmen möchte, setzt sich bitte mit Mario Topel () in Verbindung.

 

22.09.2015: Es erfolgte eine Programm-Änderung, da ein Referent ausgefallen ist.

2014: 3. bis 5. Oktober 2014 in Kassel

2014: 3. bis 5. Oktober 2014

Das 19. Forschertreffen findet vom 3. bis 5. Oktober 2014 wieder im Trainingszentrum der Deutschen Bahn in Kassel statt.

Adresse: Bosestr. 3, 34121 Kassel (Lage und Anfahrt siehe Karte weiter unten)

Internet: Trainingszentrum der DB

 

Das Programm sowie die Angaben über die Teilnahmegebühren entnehmen Sie bitte diesem Flyer:

2013: 20. bis 22. September 2013 in Kassel

2013: 20. bis 22. September 2013

Das 18. Forschertreffen fand vom 20. bis 22. September 2013 wieder im Trainingszentrum der Deutschen Bahn in Kassel statt.

Adresse: Bosestr. 3, 34121 Kassel (Lage und Anfahrt siehe Karte weiter unten)

Internet: Trainingszentrum der DB

 

Leider mussten wir die Seminargebühren erhöhen, da wir dieses Mal den zusätzlichen Seminarraum bezahlen müssen.

 

Das Programm, das wegen Krankheit eines Referenten noch geändert werden musste, entnehmen Sie bitte diesem Flyer:

Bericht vom Forschertreffen

Das alljährliche Seminar "Familien- und Ortsforschung Stolper Lande" des Arbeitskreises Heimat- und Familienforschung Stolper Lande im Stolper Heimatkreise e. V. fand vom 20. bis zum 22. September 2013 statt; wie schon zuvor im Ausbildungszentrum der Deutschen Bahn in Kassel.
Als neues Vereinsmitglied war ich erstmals Teilnehmer und darf nun gleich diesen Bericht verfassen.
Vorweg: Es war ein Treffen voller Energie, in freundschaftlicher und fröhlicher Atmosphäre.
Intensive Forschungsarbeit wechselte sich ab mit interessanten Vorträgen, leckeren Mahlzeiten und vielen Gesprächen bis tief in die Nacht.
Inklusive der Tagesgäste am Samstag waren wir über 70 Teilnehmer im Alter von 20 bis 86 Jahren, angereist aus ganz Deutschland ebenso wie aus Stolp/Slupsk - am weitesten war es aber für Dave Marks, der aus Tucson, Arizona zu uns gekommen war.
Im Laufe des Freitag Nachmittags trafen die meisten Forscher ein. Für viele ein freudiges Wiedersehen, doch auch ich als Neuer fühlte mich gleich willkommen und gut aufgenommen. Nach dem Abendessen ging es los mit der offiziellen Begrüßung und einem kurzen Bericht über den aktuellen Stand der Forschungsarbeiten des Arbeitskreises, gefolgt von einer allgemeinen Vorstellungsrunde. Es zeigte sich die Vielfalt der persönlichen Hintergründe und Forschungs-Interessen, sehr spannend für mich. Von echten eingeborenen Pommern über "Angepommerte" bis hin zu Nachfahren von Stolper "Zugereisten" war alles vertreten. Der Abend im Casino gab Gelegenheit, sich weiter auszutauschen und kennenzulernen.
Samstag und Sonntag standen ganz im Zeichen der Forschungsarbeit (jeweils gestärkt durch ein wunderbares Frühstück). Mit einer riesigen Menge an digitalen und ausgedruckten Quellen und Schätzen aus der Stolper Heimatstube ausgestattet, mit umfangreichem Wissen und großer Hilfsbereitschaft standen die alten Hasen allen zur
Verfügung. Wir hörten hochinteressante Vorträge über

  • das Schulwesen in den Kreisen Stolp und Schlawe (Britta Kertscher)
  • die Geschichte und Gegenwart der Forstwirtschaft in der Loitz (Gerhard Lange)
  • Quellen und Nutzung digitalisierter Kirchenbücher im Internet (Margret Ott)
  • den Absturz einer Tante Ju bei Klein Rakitt im Jahre 1934 (Uwe Kerntopf)

Daneben wurde noch die Mitgliederversammlung des Vereins abgehalten, die zukünftige Arbeit des Arbeitskreises organisiert, man erzählte sich gegenseitig Forschungserfolge und Familiengeschichten. Ich persönlich habe mehrere neue Quellen und Fakten zu meinen Urgroßeltern erhalten, sowie eine ganze Reihe von Tipps und Hinweisen für weitere Forschungen.
Viel zu schnell war das Wochenende vorbei, viel Spaß hat es gemacht - alle freuen sich schon auf das nächste Mal...

Carsten Seiffert

Bericht vom Besuch beim Volksbund

Im Rahmen des Forschertreffens „Familien- und Ortsforschung Stolper Lande“ vom 20. bis 22.09.2013 in Kassel wurde für interessierte Mitglieder ein Treffen beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisiert.
11 Teilnehmer trafen sich um 11:00 beim Volksbund in Kassel, Werner-Hilpert-Str. 2, um an der Führung des Herrn Zaka, Abteilung Kriegsgräberfürsorge, Referatsleiter Gräbernachweis, teilzunehmen.
Da einige Forscherfreunde bereits früher Kontakte zum Volksbund bei der Suche nach vermissten bzw. gefallenen Familienangehörigen hatten, konnte die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge anhand praktischer Beispiele nachvollzogen werden.
Im 1. Archivraum werden Kennkarten in alphabetischer Reihenfolge mit Namen und Vorgangsnummern aller ermittelten vermissten und gefallenen deutschen Soldaten des 1. und 2. Weltkrieges aufbewahrt.
Im darunter liegenden 2. Archivraum befinden sich den Vorgangsnummern zugeordnet, sämtliche schriftlich gestellte Anfragen zum Verbleib der Soldaten in sogenannten Archivtüten. Hier war der typische Archivgeruch älterer Unterlagen wahrzunehmen.
Ein Forscherfreund konnte aus den 2 Archivräumen u.a. die Kennkarte und die Anfragen über den 1946 in einem Kriegsgefangenlager verstorbenen Vater einsehen.
Dieser ist auch im Gedenkbuch „Deutsche Kriegstote und Vermisste in Estland“ aufgeführt.

Im Büro wurden wir über die vielfältige Arbeit des Volksbundes informiert.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde 1919 als gemeinnütziger Verein gegründet. Er erhält und pflegt Gräber von über 2,5 Millionen Kriegstoten des 1. und 2. Weltkrieges auf 832 Friedhöfen in 45 Ländern. Ebenso werden Friedhöfe und Denkmäler des Krieges 1870/71 gepflegt.
Mittlerweile hat der Volksbund eine frei zugängliche Datenbank mit über 4,9 Millionen Datensätzen gefallener und vermisster deutscher Soldaten der zwei Weltkriege angelegt.
Auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden und können Grabforschungsanträge für noch ungeklärte Schicksale deutscher Soldaten in Papierform oder online gestellt werden.

Zu den umfangreichen Tätigkeiten des Volksbundes gehören auch Gräbersuche, Umbettungsdienst, Beratung, Betreuung, Jugend- und Schularbeit, sowie Totengedenken (Mitwirkung zum Volkstrauertag).

Die finanziellen Ausgaben werden zu zwei Dritteln von Mitgliedern und Spendern aufgebracht, der Rest wird durch Fördergelder, die aber jeweils beantragt werden müssen, der Bundesregierung und Bundesländer finanziert.
Deshalb ist es besonders wichtig, dass mit Hilfe von Spenden der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge seine Arbeit auch in den folgenden Jahren erfolgreich fortsetzen kann.

Manfred Schilling

2012: 26. bis 28. Oktober 2012 in Kassel

Das nunmehr 17. Forschertreffen fand vom 26. bis 28. Oktober 2012 wieder im Trainingszentrum der Deutschen Bahn in Kassel statt.

Adresse: Bosestr. 3, 34121 Kassel (Lage und Anfahrt siehe Karte)

Internet: Trainingszentrum der DB

 

Das Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer, für den Samstag gab es noch Programmänderungen.

Bericht vom Treffen

17. Forschertreffen des Arbeitskreises Familien- und Ortsforschung Stolper Lande im Stolper Heimatkreise e. V.

Zum ersten Mal fuhr ich zu diesen „kleinen Stolper Treffen“. Und ich muß ehrlich gestehen, dass ich mit bangen Erwartungen nach Kassel kam. Meine Überraschung war groß, denn ich traf eine mir irgendwie vertraute Truppe von Genealogen.
Das mag zum einen daran liegen, dass wir alle einen pommerschen und Stolper Familien Hintergrund haben oder aber eben „angepommert“ sind.
Da ich seit 32 Jahren Geneaologie betreibe und in vielen Archiven im In- und Ausland gewesen bin, zahlreiche internationale Fachtagungen besucht habe und mich mit anderen Genealogen „beschnuppert“ habe, meine ich eine Beurteilung abgeben zu können.

Diese Fachtagung war  g a n z   anders: Sie war fröhlich, laut, nicht belehrend, spontan!!

Die Unmengen von Daten, auch besonders aus dem Kreis Stolp und den anliegenden Kreisen haben mich schier überrascht. Da haben viele Menschen gearbeitet, im Stillen gearbeitet, und sich sehr verdient gemacht.
Immer wieder wurden Fragen gestellt und ruhig und auch interessiert beantwortet. Da schwitzte manch Teilnehmer vor Anspannung und erfreute  sich an gefundenen Ergebnissen.
Sicher, nicht alle Daten sind noch erhalten, aber was es zu finden gibt, lohnte sich!

Folgende kleine Geschichte bereitete mir eine große Freude:
Nach meiner Vorstellung und der Nennung meines Mädchennamens Gildemeister sprach mich eine Teilnehmerin nach meiner Familie an. Wir stellten bald fest, daß unsere Familien sich gekannt haben. Schließlich lagen unsere Wohnsitze in der Triftstraße und der Strippentrowstraße ja dicht beieinander. Ausserdem trafen sich unsere Mütter immer bei den "großen" Stolper Treffen ebenso meine Onkel Gildemeister. Ausserdem stellten wir fest, daß Mitglieder aus beiden Familien in der Anwaltspraxis Dr.Müllerheim/Dr.Wegner gearbeitet haben.

Es war mir schon immer ein Anliegen, die jüdischen Daten von Stolp zu kennen. Deshalb habe ich mich auch bereit erklärt, mich um diese Daten zu kümmern. Denn meine bisherige Familienforschung betraf die jüdische Familie meines Mannes.
Und ich werde diese Arbeit  s e h r   gerne übernehmen.
Schließlich sollen die jüdischen Bürger Stolps und des Kreises Stolp nicht vergessen werden und ihre sowie die Daten ihrer Vorfahren erkennen lassen, wie sie das Bild Stolps mitprägten.
Beim Durchlesen des Globalindexes stiess ich immer auf vertraute Namen von Orten und Familien. Dieses Anklingen an mir längst Vertrautes und seit langer Zeit nicht mehr Aufgerufenes machten mich glücklich. Denn in den Fünfziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts war ich engagiert in der Arbeit der Pommerschen Jugend.

Also, ich habe jede Stunde dieses Treffens ungetrübt genossen!

Und ich kann nur sagen, wenn Sie etwas über Ihre Pommersche und Stolper Familie wissen möchten, nehmen Sie Kontakt auf zur Stolper Heimatstube mit Archiv in Bonn-Auerberg.

Helga Heilbut-Gildemeister

2011: 23. bis 25. September 2011 in Kassel

Das Forschertreffen 2011 fand vom 23. bis 25. September wieder im Trainingszentrum der Deutschen Bahn in Kassel statt.

Adresse: Bosestr. 3, 34121 Kassel (Lage und Anfahrt siehe Karte)

Internet: Trainingszentrum der DB

 

Das Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer.

2010: 30. April bis 2. Mai in Kassel

Nach vielen Jahren Ostseeakademie Travemünde (9 x von 2000 - 2008) kam der Arbeitskreis dem Wunsch vieler Forscherfreunde, gerade aus Süd- und Ostdeutschland, nach, das Forschertreffen zentral in Deutschland durchzuführen. Da uns die Ostseeakademie aktuell nicht mehr genügend Unterkunftsmöglichkeiten im Pommern-Zentrum anbieten kann, erleichterte dies die Entscheidung eines Standortwechsels.

Da man im Mai 2009 wegen des Stolper Heimattreffens in Bonn - Bad Godesberg schon gute Erfahrungen mit den Unterkunftsmöglichkeiten im Trainingszentrum Troisdorf der Deutschen Bahn gemacht hatte, stand der Entschluss schnell fest, ein Forschertreffen in deren Trainingszentrum in Kassel zu probieren.

Die Vorbereitung wurde schon sehr professionell vom Team des Trainingszentrum in Kassel begleitet, ebenfalls die Durchführung. Die Absprachen mit der Küche waren problemlos, das Essen und deren Betreuung hervorragend.

Die Zimmer sind einfach, aber sehr sauber und zweckmäßig. Aber wir waren ja nicht zum Schlafen da, die Zeit dafür war wegen der langen Abende mit vielen Gesprächen eh zu knapp.

So nach und nach trudelten am Freitag, 30. April, die ersten Teilnehmer ein. Insgesamt hatten wir für 53 Personen Übernachtungen gebucht, hinzu kamen noch Teilnehmer, die nur tagsüber an dem Treffen teilnahmen. So waren z.B. am Samstag insgesamt 65 Personen anwesend.

Man traf sich dann am Freitag Abend beim gemeinsamen Abendessen. Um 19:30 wurde im Seminarraum das Treffen eröffnet. Zuerst gedachte man mit einer kurzen Bildershow der im Jahr 2009 verstorbenen Mitstreiter Arno Bluhm und Gert Sitterlee. Die anschließende Vorstellungsrunde zog sich, auch wegen der hohen Teilnehmeranzahl, etwas in die Länge, so dass Uwe Kerntopf erst spät, dann aber mit hohem Tempo, über die letzten Aktivitäten des Arbeitskreises berichtete. Im Casino warteten anschließend die Getränke und man führte bis tief in die Nacht die ersten anregenden Gespräche.

Nach dem Frühstück am Samstag Morgen berichteten Georg Nitzke und Dietrich Schröder von ihren letzten Aktivitäten im Staatsarchiv Stolp. Ein besonderer Augenmerk ist den dort befindlichen Magistratsakten der Stadt Stolp gewidmet, denn diese beinhalten wertvolle Dokumente gerade von den Kirchspielen deren Kirchenbücher als verschollen bzw. vernichtet gelten.

Anschließend referierte Hagen Kertscher über das Thema Schrifterkennung (OCR) für die Schriftart Fraktur, die bei vielen alten Büchern eingesetzt wurde. Anschaulich erläuterte er die von ihm durchgeführten Schritte, um solche Bücher durch Umwandlung in ein übliches Format nicht nur lesbarer, sondern auch besser auswertbarer zu machen.

Dann öffneten sich die Pforten zweier weiterer Seminarräume und man konnte sich der zahlreichen mitgebrachten Unterlagen bedienen und diese in Eigenregie oder mit Unterstützung der erfahrenen Forscher studieren.

Mittags präsentierte uns das Casino jede Menge reichhaltig belegter Brötchen, die letzten davon wurden noch Samstag spät abends verputzt.

Gegen Mittag traf dann auch der Referent für den Vortrag am Nachmittag ein. Hans-Hermann Goebel konnte schon auf dem Forschertreffen 2008 durch einen interessanten Vortrag über seine Familie Rettke im Kreis Lauenburg begeistern. So erwarteten wir mit Spannung die angekündigte Fortsetzung. Bevor er begann, stattete er den Seminarraum mit einigen von ihm erzeugten Schautafeln aus. Eine zeigte z.B. den riesigen Stammbaum seiner GOEBEL/GEBEL-Familie, auf einer anderen war eine Karte mit der Verbreitung der Familiennamen in Mittel- und Osteuropa zu sehen. Man konnte nur erahnen, wie viel Zeit er dieser aufwändigen Arbeit gewidmet hat. Sein anschließender Vortrag war nicht minder uninteressant. Die Genetik nimmt einen immer wichtigeren Faktor in der Familienforschung ein. Dort, wo Quellen fehlen, ist der Einsatz der DNA-Analyse zumeist die letzte Möglichkeit, eine Verwandtschaft nachzuweisen und somit einen Ast im Familienstammbaum nicht abbrechen zu lassen. Aufgrund eigener Erfahrungen berichtete er von dieser Möglichkeit. Eindrucksvoll stellte er auch die Wanderungsbewegungen seiner Glasmacher-Vorfahren vor. Denn dies erleichtert nicht gerade die Familienforschung, wenn die Vorfahren wegen der beruflichen Situation ständig einen Ortswechsel durchführten, z.T. über Distanzen, die man sich ohne die heutigen Verkehrsmittel Flugzeug, Bahn und Auto schlecht vorstellen kann.
Als Dank für seinen Vortrag erhielt Hans-Hermann einige DVDs mit Kirchenbüchern des Kreises Lauenburg, in denen auch die Orte zu finden sind, in denen Glashütten ansässig waren. Diese Unterlagen werden ihn bei seiner weiteren Glasmacher-Forschung unterstützen.

Nach seinem Vortrag bis zum Abendessen war dann wieder das Studium in den mitgebrachten Unterlagen möglich.

Nach dem Abendessen war eine offene Besprechung des Arbeitskreises angesetzt. Die Ergebnisse dieser Besprechung werden an anderer Stelle bekannt gegeben.
Währenddessen konnte in den anderen Seminarräumen weiter geforscht werden, bis man sich dann im Casino traf um den Tag ausklingen zu lassen und wiederum, wie schon den Abend zuvor, lange Gespräche bis tief in die Nacht zu führen.

Der Sonntag begann nach einem reichhaltigen Frühstück mit 2 kurzen Vorträgen. Hermann Pigorsch berichtete über die aktuelle Situation der Heimatstuben in der Patenstadt Bonn. Fritz Loll wurde für die jahrelange Arbeit in der Heimatstube gedankt, es wurde ein kleiner historischer Führer der Stadt Bonn überreicht.
Anschließend vermittelte uns Klaus-Peter Kohlhas eine Übersicht über die Vereinshomepage www.stolp.de. Eindrucksvoll, was seit dem Beginn des Neuaufbaus im Juli 2009 geschehen ist. Anerkennung findet das Redaktionsteam um den Webmaster Henry Kuritz und den Admin Klaus-Peter Kohlhas durch zahlreiche Zuschriften.
Peter führte den Teilnehmern die bisher befüllten einzelnen Bereiche der Homepage vor und warb gleichzeitig um Zuarbeit gerade bei der Ausgestaltung der Seiten für die einzelnen Ortschaften des Landkreises Stolp. Es wurden zwar bei allen Ortschaften die entsprechenden Seiten aus dem Landkreisbuch von Karl-Heinz Pagel hinterlegt, aber so richtig „zum Leben“ kommt ein Ort durch Ortsbeschreibungen von Personen, die dort selber gelebt haben oder durch Ortsforscher, die sich der Orte angenommen habe. Der Verein Stolper Heimatkreise e.V. dankte auch Peter in Form des kleinen historischen Führers der Stadt Bonn für die geleistete ehrenamtliche Arbeit.

Bis zur Verabschiedung um 13:30 Uhr wurde wieder intensiv die Zeit genutzt, um in den mitgebrachten Unterlagen zu studieren, um zu diskutieren, oder sich Anregungen für die eigene Forschung zu holen.

Wir konnten die Veranstaltung mit einem guten Gefühl beenden. Es konnten nicht nur 7 neue Mitglieder für den Verein gewonnen werden, sondern auch neue Mithelfer für unsere Projekte. Der Veranstaltungsort bestätigte sich als gute Wahl, das Team des Trainingszentrums der Deutschen Bahn hat hervorragende Arbeit geleistet, immer wieder wurde, trotz des von mir mit dem Küchenchef abgestimmten „Einheitsessens“, die sehr gute Küche hervorgehoben.

Fazit: wir werden sicherlich irgendwann wiederkommen und in Kassel erneut ein Forschertreffen durchführen.

Uwe Kerntopf



2009: ausgefallen

Der Arbeitskreis war mit einem großen Stand auf dem Stolper Heimattreffen am 17. und 18. Mai 2009 in der Stadthalle Bonn - Bad Godesberg vertreten. Da außerdem am 18. Juli 2009 in Hanau eine Mitgliederversammlung stattfand, beschloss man kein Forschertreffen im Jahr 2009 durchzuführen.

 

Uwe Kerntopf

2008: 17. bis 19. Oktober in Travemünde
2007: 12. bis 14. Oktober in Travemünde

Traditionell beginnt das Forschertreffen jedes Jahr immer am Freitag Abend nach dem Abendessen im Auditorium der Akademie mit der Vorstellung der Teilnehmer. Die Begrüßung der Teilnehmer übernahm Uwe Kerntopf. Ein großer Teil der Teilnehmer ist der Veranstaltung treu und kommt jedes Jahr. Wie immer wird die offizielle Vorstellung anschließend in der Gaststätte Zum Bollwerk von vielen Teilnehmern feuchtfröhlich begossen, womit dann auch der Tag bereits ausklingt.

Am Sonnabend stand diesmal als erster Beitrag ein Bericht von Georg Nitzke und Bruno Kusch mit dem Titel: Die Arbeit in polnischen Staatsarchiven - Ein Bericht aus der Praxis für die Praxis.
Darin schilderte Georg Nitzke seine mehrwöchige Reise nach Stolp ins Staatsarchiv und auch sein Zusammentreffen mit ca. 6-8 anderen Stolper Familienforschern dort. Jeder hat dort nach bestimmten Themen oder Personen(-listen) gesucht und man hat dort dann Teamwork gemacht.
Wie es heute im Archiv zugeht, die freundliche Begegnung mit dem Leiter des Archivum Panstwowe und seinem Assistenten, die Arbeitsmöglichkeiten etc. alles wurde von Georg genauestens beschrieben. Dazu zeigte er an der Leinwand noch diverse Fotos aus dem Archiv. Jeder, der plant, nach Stolp zu fahren, um im Archiv zu arbeiten, bekam einen ausführlichen Eindruck, was ihn dort erwartet. Um seine Reise besser vorzubereiten, ist es auch sinnvoll, vorher einen Kontakt zu Georg Nitzke herzustellen. Er wird dann Verbindung mit dem Archiv aufnehmen und die Interessen des Suchenden schildern, damit beim Eintreffen möglichst schon alle erforderlichen Materialien bereit liegen.

Der zweite ebenso interessante Bericht am Samstag Vormittag kam von Uwe Kerntopf mit dem Titel: Ein Bericht zu den Projekten des letzten Jahres
Mit gut vorbereiteten Folien an der Leinwand wurden viele Projekte des Arbeitskreises Familienforschung Stolper Lande aufgezeigt, die man bereits realisiert hat, aber auch wo man noch daran arbeitet. Was sind solche Projekte? Es sind meistenteils Gruppenarbeiten, in denen alte Kirchenbücher oder andere Materialien abgeschrieben, bzw. in einen Global-(Such-)Index geschrieben werden. Auch werden alle Bücher eingescannt und auf CD-Datenträger kopiert, um sie als Duplikate schneller zur Hand zu haben. Es ist schon erstaunlich, wieviele solche Projekte in der Freizeit vieler Leute ehrenamtlich und systematisch umgesetzt wurden. Besseres kann man aus Archiven auch wohl kaum erwarten. Somit ist es nur eine Frage der Zeit, wann viele Daten mit modernen Mitteln der Allgemeinheit erstmalig zur Verfügung stehen. Parallel dazu erfolgt natürlich auch immer die Suche nach noch fehlenden Dokumenten

Der Rest des Vormittages war der Praktischen Arbeit mit vorhandenen Unterlagen (Kopien von über 100 Kirchenbüchern, Chroniken, Gräberlisten u.a.) vorbehalten. Dabei gab es auch individuelle Anleitungen für Neueinsteiger. Natürlich war auch jeder aufgerufen, möglichst auch seine eigenen Unterlagen mitzubringen und wenn möglich und natürlich freiwillig, zur Verfügung zu stellen.

Der Nachmittag war für viele Teilnehmer ein besonderes Ereignis, da ein Gastreferent, Hans-Jürgen Wolf, Administrator der Webseite www.westpreussen.de sehr eingiebig schilderte, welche Möglichkeiten man hat, Informationen über seine Webseite zu bekommen. Da darin jedoch vieles selbsterklärend ist, sollte es hier mit dem Link auf diese Seite reichen.

Zum Ausklang des Samstags folgte der 2. Teil der praktischen Arbeit mit den Dokumenten und Büchern.

Nach dem offiziellen Teil am Samstag seien aber noch 2 Themen genannt, die nicht im Programm standen, sondern in inoffiziellen Runden im Kaminzimmer diskutiert wurden.
1. Verbesserung und Anmerkungen zum Global-Index. Wie kann man die Suche nach Personen im Global-Index und die Arbeit damit in den jeweiligen Gruppen verbessern. Dazu gab es eine große Runde von interessierten Teilnehmern
2. weniger groß war die Runde dann zum letzten Thema, das ja auch viel schwieriger und erst am Anfang des Umbruches steht, eine Sache zur Zeit von wenigen Spezialisten: Die Umgestaltung dieser Webseite www.stolp.de zu einem Redaktions-System. ...

Auch der Samstag wurde wieder in der Gaststätte zum Bollwerk besiegelt.

Der Sonntag begann mit dem ersten Beitrag von Hermann Pigorsch und Uwe Kerntopf zum Thema: "Stolper Heimatstube und Archiv in Bonn - Historisches und Aktuelles. Es war vor allem ein Beitrag mit vielen Fotos aus der Heimatstube, jeder Raum wurde detailliert beschrieben. ...

Der Sonntag schloß dann nach der nochmaligen praktischen Arbeit mit den Büchern, mit einer Auswertung der Begegnung,Verabschiedung und anschließender Heimreise nach dem Mittagessen ab.

Mehr als ein Überblick konnte dieser Bericht sicher nicht sein, aber etwas mehr als das Programmblatt sicher. Sicher aber kein Ersatz für eine eigene Teilnahme am Seminar. Ich hoffe, daß Sie aber im nächsten Jahr vorher besser informiert werden - wenn bis dahin die neue Seite mit mehr Informationen im Netz ist.

Helmut Kunefke

2006: 20. bis 22. Oktober in Travemünde
Zuhörer im Seminarraum 1

Vom 20. bis 22. Oktober 2006 fand im Pommern-Zentrum in Lübeck-Travemünde das jährliche Forschertreffen der Familien- und Ortsforscher Stolper Lande statt, organisiert vom gleichnamigen Arbeitskreis im Stolper Heimatkreise e.V. in Zusammenarbeit mit der Ostsee-Akademie.
Dieses Mal nahmen 65 Personen an dem Treffen teil. Ein ausgewogenes Programm mit interessanten Vorträgen, Selbststudium mit den vorhandenen zahlreichen Unterlagen und Anleitungen für Hilfesuchende, sowie von früh morgens bis spät in die Nacht angeregter Erfahrungsaustausch. Neue Vereinsmitglieder konnten ebenso gewonnen werden wie auch neue Mithelfer bei unseren zahlreichen Projekten.

Die Computer helfen bei der Auskunftstätigkeit

Als Gäste schauten auch vorbei Ilse Albrecht mit Ehemann Günter, Edyta Nasfeter-Ruzyla (Deutsch-Lehrerin in Nożyno/Groß Nossin), Horst Marten (stellvertretender Vorsitzender der Pommerschen Landsmannschaft in Bayern) und Manfred Fischer (stellvertretender Vorsitzender des Stolper Heimatkreise e.V.), der sich mit den anderen Mitgliedern der  Arbeitsgruppe (Waltraud Schlichting, Dietrich Gill und Peter Kroß) traf, die das Stolper Bundestreffen vorbereiten. Dieses Treffen findet ebenfalls im Pommern-Zentrum statt, vom 11. bis 13. Mai 2007. Die Familien- und Ortsforscher werden dann auch wieder präsent sein und für Auskünfte und Forschungshilfen zur Verfügung stehen. Bringen Sie dann unbedingt Ihre vorhandenen Unterlagen mit!
Auch 2007 ist wieder ein Forschertreffen geplant, wann genau steht leider noch nicht fest.
Uwe Kerntopf

2005: 16. bis 18. September in Travemünde

Am letzten Wochenende von Freitag abend, 16.09. bis Sonntag, 20.09.2005 hatte der Arbeitskreis Familien- und Ortsforscher Stolper Lande  im Stolper Heimatkreise e.V. (http://www.stolp.de) zu seinem jährlich stattfindenden Seminar, in der Ostseeakademie des Pommernzentrums in Lübeck-Travemünde eingeladen.
49 Teilnehmer besuchten diese Veranstaltung. Eine Menge „alter“ und ebenso eine Menge „neuer“ Gesichter trafen wir an. Neben einigen  kurzen Vorträgen über die Aktionen des Arbeitskreises, über die Heimatstube durch deren Leiter Hermann Pigorsch, über die Rekonstruktion des Albrecht-Hofes in Schwolow durch Waltraud Schlichting geb. Granzow,  sowie einem sehr interessanten von Georg Nitzke über die "Auswertung von Sekundärquellen im Stolper Staatsarchiv", das er in einer ersten Version schon während des Seminars des Pommerschen Greif im Februar in  Travemünde gehalten hatte, stand auch dieses Jahr wieder das praktische Arbeiten im Vordergrund. Die fleißigen Auskünftler Arno Bluhm, Bruno
 Kusch, Georg Nitze, Hermann Pigorsch und Andreas Zordel hatten alle  Hände voll zu tun. Selbst am Samstag abend wurde nach dem Abendbrot bis  21:15 Uhr eine Spätschicht eingelegt, die anschließend im Kaminzimmer  der Ostseeakademie durch Kai Virkus und seinen beiden gespendeten Kästen Dithmarscher einen schönen Abschluß fand.
Wir konnten vielen helfen und wir fanden Unterstützung!
In den Stolper Heimatkreise e.V. traten 4 Personen ein, in den Pommerschen Greif 2 (o. 3?).. Für unsere Projekte konnten viele neue Mithelfer gewonnen  werden, so daß beim nächsten Treffen im nächsten Jahr schon wieder mehr  Daten zur Verfügung stehen werden.
Hochzufrieden und auch ein wenig erschöpft sind wir von diesem Treffen zurückgekehrt. Auf diesem Weg, möchte ich allen Teilnehmern für dieses interessante Wochenende danken.

 

Uwe Kerntopf

2004: 10. bis 12. September in Travemünde
Forschertreffen im Seminarraum 5

Am Wochenende 10. bis 12. September 2004 trafen sich die ostpommerschen Familien- und Ortsforscher beim schon traditionellen (seit 1995) Seminar "Familienforschung Stolper Lande" in der Ostsee-Akademie Travemünde.

Angereist aus allen Teilen der Bundesrepublik waren über 40 Teilnehmer, teils mit Ehepartnern, die flugs als "Assistenten" bzw. "Sekretäre" bezeichnet wurden. Neben den sehr informativen Vorträgen zu den Themen "Sekundärquellen" durch Georg Nitzke, "Stolper Heimatstube" durch Fritz Loll sowie "durchgeführte und laufende Projekte des Arbeitskreises " durch Uwe Kerntopf, lag der Schwerpunkt der Veranstaltung in der praktischen Arbeit mit den umfangreich vorhandenen Unterlagen. So konnten die Teilnehmer in den Kopien von über 30 Kirchenbüchern und anderen Unterlagen nach Vorfahren und Familienangehörigen suchen, und mancher wurde fündig oder erhielt Anregungen, wie man seine Forschungen weiterführen kann, um sogenannte "tote Punkte" zu überwinden.

Der rege Gedankenaustausch wurde abends beim geselligen Beisammensein im "Bollwerk", der Gaststätte des Pommernzentrums, fortgeführt. Alle Teilnehmer, ob Anfänger oder "alter Hase" haben erneut von diesem Seminar profitiert, das auch im nächsten Jahr unbedingt fortgeführt werden sollte.

 

Uwe Kerntopf

2003: 5. bis 7. September in Travemünde
2002: 20. bis 22. September in Travemünde
2001: 9. bis 11. November in Travemünde
2000: 22. bis 24. September in Travemünde
1999: 2. bis 3. Oktober in Münster
1998: 17. bis 18. Oktober in Hameln
1997: Bad Lippspringe
1996: Bad Lippspringe
1995: Paderborn