Grabstätte Pastor Wernicke und Familie gesucht

von Klaus-Peter Kohlhas (Kommentare: 1)

Grabstein Wernicke
Grabstein Wernicke

Nachkommen von Pastor Georg WERNICKE und Käte geb. LANGHANS suchen das Grab der Familie WERNICKE.

 

Nachdem am 7. März 1945 gegen 8 Uhr der Befehl des Oberkommandos zur Räumung und anschließenden Verteidigung der Stadt Stolp bekannt gemacht wird, benachrichtigt Superintendent Otto GEHRKE (Petrikirche) noch einige andere Pastoren, dass sich sich in Stolpmünde treffen, um von dort mit einem Schiff zu fliehen.

 

In Stolpmünde treffen sich jedoch nur die Pastoren Otto GEHRKE und Lic. de BOOR (Gemeinde St. Johann, Schlosskirche) und erreichen nach einigen Tagen Stralsund. Später schreibt Otto GEHRKE in einem Erlebnisbericht:
"Es ist unklar geblieben, weswegen die beiden anderen Pastoren, Wernicke und Spittel, mit ihren Frauen und Angehörigen nicht den Weg nach Stolpmünde genommen haben. Der eine ist in Richtung Lauenburg und der andere in Richtung Schmolsin gezogen. Beide sind umgekommen."
http://www.z-g-v.de/doku/archiv/oderneisse1/kapitel-6-1-1-8-2.htm
Die Pastoren WERNICKE und SPITTEL gehörten zur Marienkiche.

 

Die Nachkommen von Pastor WERNICKE vermuten, dass die Familie versuchte, das Gut Gesorke (Kleinwasser) zu erreichen, weil dort der Schwager bzw. Bruder von Käte WERNICKE, Paul LANGHANS, Gutsverwalter war. Ob sie dort angekommen sind, ist nicht bekannt. Aber in der Familie gibt es die mündliche Überlieferung, dass sich Georg, Käte und Tochter Christa WRNICKE selbst erschossen haben und Paul LANGHANS sie später begraben hat. Er hat wohl auch noch den Grabstein anfertigen lassen und fotografiert. Der Begräbnisort ist jedoch unbekannt.

 

Die Nachkommen besuchen im Frühjahr 2013 Stolp, aber die Suche nach dem Grab auf dem Friedhof in Stolp und im Raum Gesorke (Kleinwasser) bleibt ohne Erfolg.

 

Zur Quellenlage ist zu sagen:
Gesorke, als Ortsteil von Lojow, gehörte seit 1932 zum Kirchspiel Stojentin. Die dortigen Sterberegister 1888-1945 gelten als verschollen.
Hilfsweise Eintragungen der Begräbnisse außerhalb des Kirchenbuches sind nicht bekannt.
Das zuständige Standesamt war Bewersdorf. Auch dort gelten die Sterberegister ab 1920 als verschollen.
Das Friedhofsbuch von Stolp reicht nur von 1868-1942.

 

Jegliche Hinweise sind sehr willkommen. Bitte schreiben Sie entweder hier im Kommentar, oder direkt an Peter Kohlhas.

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Kommentar von Rolf Wernicke |

Rolf Wernicke, ich bin der Enkel von Pastor Georg Wernicke und Käte Wernicke.
Wir haben am 04.Juli 2022 das Grab gefunden.
Ich bitte um Kontaktaufnahme unter 0173 5672723.
Ich kann Ihnen die genauen Informationen und Bilder
geben.
Es war ein unbeschreiblicher Moment.

Viele Grüße aus Weimar
Rolf Wernicke